Leseempfehlungen der KW 43 – 2016

In meiner Kategorie Leseempfehlungen möchte ich euch meine persönlichen Highlights der Woche an’s Herz legen. Innerhalb der Welt der Mama-, Papa- und Familienblogs ist es leicht, den Überblick zu verlieren. Aus diesem Grund möchte ich euch ab sofort jede Woche die Artikel vorstellen, die mich besonders berührt, mich nachdenklich gemacht oder überzeugt haben. Artikel, die mich auf einem der zahlreichen Social Media-Kanäle erreicht haben und für mich aus der Masse hervorgestochen sind.

Die ganze Woche über hat mich ein besonderer Artikel so beschäftigt, dass ich mich für die Kalenderwoche 43 eigentlich auf besagten Artikel fokussieren wollte. Doch wie es so ist, wurde mir ein Strich durch die Rechnung gemacht – vielleicht auch Gott sei Dank, es ist ja etwas Schönes, wenn man herausragende Artikel lesen darf.

Leseempfehlungen

Mobbing: Ein Tabu-Thema

Vielleicht liegt es an meiner Berufswahl, aber der auf Essential Unfairness veröffentlichte offene Brief an die Tochter, die zum Mobbing-Opfer geworden ist, hat in mir viele Emotionen hervorgerufen: Empathie, Trauer, Entsetzen, Wut, Unverständnis. Das Thema Mobbing gehört an die Öffentlichkeit – es gehört nicht verschwiegen, vertuscht oder verharmlost! Das ist der erste Schritt, um Mobbing effektiv entgegen zu treten und Mobbern keinen Nährboden zu liefern. Aber lest selbst in: Mobbing: Brief einer Mutter an ihr Kind

„Sie hat gesagt, sie will mich zusammenschlagen und mir einfach nur in’s Gesicht schlagen, wenn sie mich sieht!“

„Sie haben mich an den Armen und Beinen festgehalten und über den Schulhof gezerrt.“

„Sie haben ein Spiel erfunden, in dem es irgendwie darum ging, mich umzubringen.“

„Sie haben schon wieder mit Bällen auf mein Gesicht gezielt im Sportunterricht. Das machen die echt, während die Lehrerin daneben steht! Sie leugnen hinterher immer alles und nie bekommt ein Lehrer es mit.“

Zuckerfrei: Angebote statt Verbote

Obwohl wir selbst bei unserer Kleinen nur bis zum ersten Geburtstag auf Industriezucker komplett verzichtet haben und es mit dem Eintritt in die Kita dann irgendwie hinfällig war, fand ich den Artikel von Hebamme Zauberschön wunderbar erfrischend und interessant. Sie erzählt, wie zuckerfreie Ernährung beim Kleinkind aussehen kann: entspannt und ohne Verbote. Hier entlang zu: zuckerfreies“ Kleinkind- Ein Erfahrungsbericht

Er nahm sich eines dieser Schokoladeneier und begann mit seinen kleinen Fingerchen die Glitzerfolie zu entfernen. Ganz gemächlich und in aller Ruhe. Irgendwann hatte er es geschafft und hielt ganz stolz das Schokoladenei in der Hand. Schaute zu mir. Und ich sah vor meinem inneren Auge schon wie er es sich in den Mund steckte und zum ersten Mal den Geschmack von Schokolade im Mund hatte. Doch er kam zu mir gelaufen und beendete seinen Satz: „Mama, jetzt will ich aber auch mal… wieder dich füttern!“ kletterte zu mir auf das Sofa und steckte mir das Schokoei in den Mund. Er hatte weder daran gerochen noch geleckt noch auch nur einen Moment im Sinn gehabt es sich in den Mund zu stecken.

Ein altbackenes System

Arbeiten und kranke Kinder? Horrorszenarien einer jeden Familie. Wenn alles organisieren nicht hilft, muss einer zu Hause bleiben. Papa Pelz zeigt auf, wo Schwachstellen des Systems liegen und warum es keineswegs fortschrittlich ist oder gar zu einer modernen Gesellschaft passt. Unbedingt lesen: Das Kind ist krank? – Das System ist krank!

Was passiert also faktisch? In vielen Haushalten mit Kindern ist die Mutter/Frau diejenige mit dem geringeren Verdienst – folglich ist sie aus rein finanziellen Erwägungen schon eher diejenige, die bei kranken Kindern eher zuhause bleibt. Das Anschlussprogramm gibt’s gratis: Die übliche soziale Ausgrenzung, weil sie eben nicht ‚verlässlich‘ auf der Arbeit erscheinen kann. Die größeren Schwierigkeiten im beruflichen Aufstieg.

Über schlimme Hindernisse auf dem Weg zur Mama

Bevor blind auf den Link geklickt wird, hier ein Vorwort: Es handelt sich bei meiner letzten Leseempfehlung um einen unheimlich schockierenden und traurigen Geburtsbericht. Lesenswert – ja! Aber fühlt euch vorgewarnt: Das ist harter Tobak!

Dieser Artikel ist gestern noch kurzfristig auf meine Empfehlungsliste gehüpft, als ich ihn auf dem Motherhoodblog gelesen hatte. Er hat mich, wie zahlreiche andere Leser, viele Tränen gekostet. Ein Geburtsbericht, der mitleiden lässt und in Erinnerung ruft, dass wir uns alle unheimlich glücklich mit unseren Kindern schätzen können: Geburtsbericht der lieben Mia @vriesl

Als ich zum ersten mal Mama wurde, zerbrach meine Welt in tausend Teile. Im Nachhinein wissen wir, dass ich bereits zwei Wochen vor der verfrühten Geburt anfing Fruchtwasser zu verlieren und als ich damals dem Herrn Doktor beschrieb „Ich habe das Gefühl mir ständig in die Hose zu machen und mehrfach am Tag so komisch ziehende Unterleibsschmerzen.“ wurde ich nicht richtig untersucht und demnach konnte man am Tag der viel zu frühen Geburt leider nichts mehr tun. Es war für mich, trotz der Fehlgeburt 2011 irgendwie meine erste Schwangerschaft und ich war total naiv, weil mir kann ja nichts böses mehr passieren.

Welche Beiträge und Artikel haben euch diese Woche nachhaltig beeindruckt? Ich freue mich über eure Kommentare und Meinungen!
Eure Mrs. Ella

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2 Comments on Leseempfehlungen der KW 43 – 2016

    • Mrs. Ella
      30. Oktober 2016 at 20:57 (6 Monaten ago)

      Der Dank geht an dich zurück für die Entscheidung, diesen gewagten, aber beeindruckenden Geburtsbericht zu veröffentlichen

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