Die Sache mit den Träumen als Mama. Meine Bucket List

Wie ist das eigentlich – diese Sache mit den Träumen als Mama? Wie war das vorher mit Träumen, Wünschen und Zielen? Ich bin gestern zufällig über eine laufende Blogparade gestolpert. Es freut mich umso mehr, dass ich darauf aufmerksam geworden bin und das erste Mal an einer teilnehmen kann Es handelt sich um die Blogparade zu Mamis oder Papis Bucket List des Blogs Raise & Shine.

Träumen als Mama
Ich habe darüber nachgedacht, welche Träume ich vorher eigentlich hatte. Ich wollte mein Studium unbedingt beenden und habe mich unheimlich auf meine Arbeit als Lehrerin gefreut. Nachdem mein Mann und ich geheiratet hatten, habe ich mir sehr ein Kind gewünscht. Ich wollte lernen, wie ich richtig mit meiner digitalen Spiegelreflexkamera umgehen kann. Als leidenschaftliche Geocacher haben mein Mann und ich davon geträumt, bestimmte Geocaches anzugehen. Im Nachhinein betrachtet, habe ich mich häufig von eher kurzfristigen Zielen leiten lassen – ich habe schon immer eher im Hier und Jetzt gelebt und mir wenig Gedanken über künftige Eventualitäten gemacht.

Wie ist das nun mit den Träumen seit ich Mama bin?

Ist es nun wirklich anders mit meinen Träumen? Was sind überhaupt meine Träume? Was möchte ich erreichen, was sind meine Ziele? Im Stress des Alltags rücken die eigenen Träume und Wünsche doch oft in den Hintergrund – welche Mama kennt das nicht? Ich habe jetzt 18 Monate meine eigenen Bedürfnisse und Wünsche hinten angestellt und das habe ich gerne getan. Es ist wirklich wundervoll, dass mich die Blogparade auf dieses Thema aufmerksam macht, um mir die Möglichkeit zu geben, mal in Ruhe drüber nachzudenken, wie das mit meinen Wünschen, Zielen und Träumen als Mama eigentlich aussieht. Auf jeden Fall ist mein kurzfristiges Ziel: endlich mal wieder ein Friseurbesuch

Es handelt sich bei meiner Bucket List nicht um eine nach Prioritäten sortierte Liste, sondern um eine nach Gedankengang geordnete

Meine Bucket List

  1. Das Studium beenden
    Ich habe in den letzten 18 Monaten weiterhin nebenbei hart an meinem Studium gearbeitet. Jetzt steht noch die Verteidigung meiner gerade abgegebenen Masterarbeit an – dann kann es endlich losgehen. Mein weiterhin vorhandener Traum ist demnach zum Greifen nah
  2. Beruf und Kind unter einen Hut bringen
    Wo wir schon beim Thema sind: Lange Arbeitszeiten und ein Mann, der in drei Schichten arbeitet, bereiten mir schon jetzt Kopfzerbrechen. Ich habe Angst davor, zu wenig von meinem Kind mitzubekommen, wenn ich es immer erst spät von der Kita abholen kann. Ich wünsche mir aktuell nichts sehnlicher als dass wir das alles regeln können, ohne Little Ella jeden Tag erst spät zu einem von uns zu holen.
  3. Freundschaften pflegen
    Total banal eigentlich. Aber seit ich Mama bin haben auch manche Freundschaften gelitten. Wir sind das erste Paar mit Kindern in unserem vorherigen Freundeskreis, muss dazu vielleicht gesagt werden. Ich würde mir wünschen, mehr Zeit in meine Freunde investieren zu können, insbesondere, wenn Little Ella jetzt nicht mehr ganz so klein ist. Dabei denke ich an gelegentliche Kino- oder Restaurant-Besuche, Spieleabende und so etwas, keine ausartenden Party-Nächte oder so Dennoch habe ich in den letzten 18 Monaten keinen Abend Ausgang gehabt, das wäre wirklich ab und an wünschenswert.
  4. Mehr Zeit für mich
    Da zählen so viele Sachen für mich hinein: Das bereits genannte Erlernen, wie ich meine Kamera professionell einsetzen kann. Meine Blogs mit Artikeln füllen. Anfangen, Sport zu treiben. Besser auf meine Gesundheit achten. Ein Kinderbuch veröffentlichen. Mal wieder ein Buch lesen – Bücher habe ich immer geliebt. Kinderkleidung häkeln. Lernen, zu nähen. Alles Dinge, die in den Hintergrund gerückt sind, die ich mir für die Zukunft aber wünsche.
  5. Wieder mehr dem Geocaching fröhnen
    Geocaching eignet sich wunderbar für Kinder. Mit Baby oder Kleinkind kommt man aber schnell an seine Grenzen, so dass unser Hobby sehr gelitten hat seit Little Ella bei uns ist. Sobald sie aber 2-3 Jahre alt ist, wird es immer einfacher, sie ernsthaft in unser Familienhobby einzubinden. Dann werden wir auch wieder aktiver auf Events vertreten sein und generell wieder mehr reisen. Davon profitieren nicht nur mein Mann und ich, sondern wir als Familie umso mehr.
  6. Den Mut finden, mir ein Tattoo stechen zu lassen
    Irgendwann setze ich das einfach mal um Ich hatte die letzten 3 Jahre immer mal wieder Ideen, die teilweise auch sehr konkret waren. Doch irgendwas hat immer gefehlt, den Schritt dann wirklich zu gehen. Kommt noch
  7. Die Familie vollständig machen
    Das ist jetzt wirklich Zukunftsmusik, aber ich möchte, dass Little Ella nicht als Einzelkind aufwächst, sondern die schönen Seiten der Geschwisterliebe kennenlernt. Das hat wirklich noch Zeit, aber gehört auf jeden Fall auf meine Liste
  8. Ein Häuschen mit Garten in schöner Umgebung
    Vermutlich ein ziemlich gewöhnlicher Wunsch Wer sind Anfang des Jahres in eine schöne Wohnung in Berlin gezogen, in der wir auch einen Mini-Garten haben. Das ist für Berlin großartig. Doch langfristig wünsche ich mir dann doch ein kleines Häuschen mit Garten. Ich wünsche es mir für Little Ella, aber auch für uns. Zum Leben, zum Ankommen, zum Alt werden. Am besten in Pankow – ja, da wollen sie alle hin
  9. In ferne Länder reisen
    Ich hatte bisher noch nie in meinem Leben die Möglichkeit, ernsthaft zu reisen. Das würde ich gerne nachholen. Wunschreiseziele sind unter anderem die Pyramiden, der Machu Picchu, alte Tempel der Griechen,… Ich habe mich schon immer sehr für diese Kulturen interessiert. Zeitweise habe ich sogar überlegt, Ägyptologie zu studieren, weil mich die Kultur der alten Ägypter immer wieder auf’s Neue fasziniert wie keine andere.
  10. Little Ella zu einem selbstbewussten Menschen mit hoher Selbstwirksamkeit erziehen
    Last but not least! Das liegt mir ganz besonders am Herzen, weil ich genau gegenteilig aufgewachsen bin. Ich wünsche mir nichts sehnlicher als eine Tochter, die ihre Stärken kennt, sich zu behaupten weiß und dadurch mit einer gewissen Leichtigkeit durch’s Leben gehen kann. Und ich weiß, dass ich als Mama genau dafür sorgen kann.

Wenn ich mir meine Bucket List so anschaue, sehe ich, dass sich mit meinen Träumen als Mama nicht viel verändert hat. Ich denke bei Träumen und Wünschen weiterhin in kleineren Etappen und viele kurzfristigere Ziele haben ihren Platz in meiner Liste gefunden. Eigentlich hat sich nicht wirklich etwas geändert – ich bin immer noch ich. Und das ist gar nicht egoistisch, sondern einfach gut so

Wie haltet ihr es mit euren Träumen und Wünschen? Was liegt euch besonders am Herzen? Ich freue mich auf eure Kommentare und Meinungen
Eure Mrs. Ella

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8 Comments on Die Sache mit den Träumen als Mama. Meine Bucket List

  1. Regine
    16. Oktober 2016 at 19:35 (11 Monaten ago)

    Hallo Mrs. Ella,

    schön, dass du an meiner Blogparade teilgenommen hast. Über einen deiner Punkte bin ich besonders „gestolpert“: Freundschaften pflegen – ja, eigentlich banal, aber manchmal im Chaos des Alltags wirklich nicht leicht. Ich habe da auch einiges aufzuholen – der Punkt gehört streng genommen also auch auf meine Liste.

    Liebe Grüße und viel Erfolg beim Realisieren deiner Träume

    Regine

    Antworten
    • Mrs. Ella
      26. Oktober 2016 at 19:29 (11 Monaten ago)

      Hallo Regine,

      und ich dachte, nur mir geht es so Freundschaften die nötige Pflege zukommen zu lassen, ist mir persönlich unheimlich wichtig. Da sehe ich auch wirklich Verbesserungsbedarf meinerseits
      Vielen Dank nochmal für die Inspiration!

      Liebe Grüße
      Mrs. Ella

      Antworten
  2. Aniko
    20. Oktober 2016 at 8:04 (11 Monaten ago)

    Bei der Liste hab ich spontan gedacht, cool eine Frau mit Herz und Verstand.
    Bin gerade über Umwege hier drüber gestolpert. Hmmm ist zum einen Überlegung: kann man aufgrund einer Liste einen Menschen einordnen…..?

    Ich drück dir die Daumen das du deine Liste umsetzen kannst.
    Und als Mama etwas größerer Kids kann ich dir sagen, es wird absehbar sein,das du auch nen Abend für euch oder dich hast.
    Es wird aber an deiner Organisationsfähigkeit liegen ☺

    Gruß Aniko

    Antworten
    • Mrs. Ella
      26. Oktober 2016 at 19:42 (11 Monaten ago)

      Liebe Aniko,

      herzlichen Dank für deinen lieben Kommentar
      Das ist eine wirklich interessante Frage! Ich denke auf jeden Fall, dass eine Liste – insbesondere eine mit Prioritäten – viel über einen Menschen aussagen kann
      Wenn es tatsächlich nur an meiner Organisationsfähigkeit hängen sollte, dürfte es eigentlich kein Problem sein

      Liebe Grüße,
      Mrs. Ella

      Antworten
  3. Dagmar Meyer
    25. Oktober 2016 at 19:53 (11 Monaten ago)

    Mir wurde lange Zeit gar nichts von dir angezeigt. .. und ich hab gerade diesen Beitrag gesehen und mag einfach mal loswerden, dass ich einfach mal wieder unbeschwert zum Friseur und anschließend ausgehen möchte. Mein Sohn ist 10 Monate und die ersten 5 Monate waren wir dir meiste zeit quasi allein. Papa war 3 Wochen nach der Geburt für 4 Monate auf See und ich habe zwar oft Freunde und Großeltern besucht. Ich denke aber, dass hat ihn schon ganz schön geprägt, denn er mag nur zu mir, nicht zu Papa, nicht zu den Großeltern. … es wäre einfach schön mal 2-3 Stunden nicht auf Bereitschaft zu sein, sondern einfach mal was für sich, für mich zu tun! Ich musste schon so viel absagen, weil ich auch abends nicht weg ksnn. … er lässt sich nur von mir beruhigen und solange brüllen lassen, er schläft schon irgendwann wieder ein, das kann ich nicht. Ich mag nicht feiern auf Kosten meines Sohnes! Nunja, spätestens in 18 Jahren werd ich wohl mal wieder zum Friseur kommen

    Antworten
    • Mrs. Ella
      25. Oktober 2016 at 21:26 (11 Monaten ago)

      Hey Dagmar
      Vielen Dank für deinen Kommentar! Das ist leider die Masche von Facebook – wer möchte, dass seine Beiträge allen Followern der Seite angezeigt werden, muss ganz schön tief in die Tasche greifen. Das kann ich mir leider nicht leisten – ich gebe dann lieber mal etwas Geld für schöne Verlosungen für euch aus Ich persönlich finde, dass das Geld da besser angelegt ist. Wenn du nichts verpassen möchtest, geht das ganz einfach: Wenn du meine Seite aufrust und mit der Maus über die Anzeige „Gefällt dir“ gehst, erscheint ein Dialogfenster, in welchem du „Als erstes anzeigen“ auswählen kannst. So werden dir meine Beiträge stets angezeigt
      So, nun aber zum eigentlichen Thema: Ich erkenne mich da total gut wieder in dem, was du schreibst. Meine Kleine ist jetzt 18 Monate alt und langsam möchte ich tatsächlich auch einfach mal wieder ausgehen. Es ist wie bei dir: Nur ich kann sie ins Bett bringen, nur bei mir kann sie sich ernsthaft beruhigen. Das ist zwar einerseits Balsam für die Seele, andererseits aber auch anstrengend, weil man keine paar Minuten für sich hat. Aber lass dir eins sagen: Wir schaffen das schon Hast du vielleicht jemanden, der dich mal zum Friseur begleiten und deinen Kleinen in der Zeit auf dem Schoß sitzen haben kann? Oder wenn möglich in der Zeit eine Runde um den Block läuft? So haben wir es dann gemacht

      Antworten
    • Dagmar Meyer
      25. Oktober 2016 at 22:30 (11 Monaten ago)

      Na klar schaffen wir das schon! Ich mag nur nicht mehr hören, lass ihn doch brüllen, da muss er dann mal durch. .. oder auch von Freunden: du bist ja nur noch Mama, du musst auch mal was anderes machen. … ja, das würde ich auch gern, aber nicht um jeden Preis! Das mit auf dem Arm nehmen funktioniert leider auch nicht, da weint er auch weiter. .. haben wir gerade am Samstag ausprobiert. Wir mussten zu einer Hochzeit und mein Freund hat mein Kleid zugeschnürt, Mama hatte meinen Sohn auf dem Arm und standen direkt nebenan, nichts zu machen. … ich beschwere mich mittlerweile nicht mehr darüber, aber ich freue mich auf 2-3 Stunden für mich… irgendwann. .. außerdem ist es immer schön zu hören, dass es eben auch andere Kinder gibt, die am Liebsten bei Mama sind

      Antworten
    • Mrs. Ella
      25. Oktober 2016 at 22:35 (11 Monaten ago)

      Wenn es dich tröstet: Bei uns kam es von jetzt auf gleich (ohne Ankündigung), dass sich meine Kleine immer wieder ein Stück weit von mir entfernte. Mittlerweile ist es tatsächlich so, dass zwar immer noch nur ich sie ins Bett bringen kann (damit fällt das Ausgehen dann flach). Und wenn etwas wirklich schlimm ist oder sie nachts wach wird, darf auch nur ich ran. Aber sie geht tagsüber auch gerne mal mit dem Papa raus und kommt ein paar Stunden ohne mich wunderbar zurecht
      Und ich denke, du machst es ganz genau richtig: Dein Kleiner wird es dir danken, dass er so eine aufopferungsvolle Mami hat Das kommt mit der Zeit von ganz alleine, nämlich genau dann, wenn du ihm zugestehst, dich aktuell einfach noch zu brauchen

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